Das Lesen in der Heiligen Schrift ist neben Gebet und Arbeit eine der Säulen benediktinischen Lebens. Die Bibliothek eines Klosters ist deshalb nicht ein Relikt vergangener Zeiten sondern eher eine Quelle, aus der die Mönche immer wieder schöpfen um geistlich nicht zu vertrocknen.
Für jeden einzelnen Mönch gehört es zu seiner individuellen Aufgabe, den passendsten Zeitraum und Ort für seine lectio divina – geistliche Lesung zu finden. Da wird es im Lauf eines Lebens häufig Veränderungen geben, fehlen aber darf diese Lesung auf die Dauer nicht im Leben eines Mönches. Die Hauptaufgabe des Mönches ist die Gott suche. Seine Stimme und Spur entdecken wir in den Büchern des Alten und Neuen Testamentes.