„Christus führe uns gemeinsam zum ewigen Leben.“

(RB 72,12)

19.30 Uhr: Komplet (das Gebet zum Abschluss des Tages); anschießend beginnt die Nachtruhe, d.h. der Mönch begibt sich in die Stille seiner Mönchszelle.

Die Komplet - das Nachtgebet der Mönche, welches bei uns Ettaler Benediktinern mit dem Gnadenbildsegen endet - verweist uns immer wieder auf den Rahmen, in den unser Leben eingespannt ist: steht am Anfang das die Kirche begründende Osterereignis, so dürfen wir am Ende das ewige Leben erhoffen, das uns durch Tod und Auferstehung Jesu geschenkt ist.

Für uns Mönche - wie auch für jede Christin, jeden Christen - sollte eigentlich eine jede Nacht "Osternacht" sein, denn in jeder Nacht sollen wir uns bewusst machen, dass unser Leben auf das Ziel der ewigen Nähe zu Gott hinläuft. Die Nacht ist die Zeit, die uns geschenkt ist, um uns vorzubereiten auf die Begegnung mit der ewigen Liebe, indem wir immer wieder neu unsere Bekehrung in Angriff nehmen und unser Leben an dem Morgenstern ausrichten, der keinen Untergang kennt: Christus, dem Licht der Welt.