„Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund Dein Lob verkünde!“

(Ps 51,17)

5.15 Uhr (sonntags: 6.00 Uhr):
Vigil (das nächtliche Gebet in Erwartung des wiederkommenden Christus) anschl.: Laudes (das Morgenlob der Kirche zum Lob des Schöpfers des Himmels und der Erde)

6.00 Uhr (sonntags: 11.00 Uhr, dienstags und donnerstags: 19.30 Uhr):
Eucharistiefeier (die Heilige Messe, Mitte und Höhepunkt des Tages) anschl.: Frühstück und Arbeit

Mit diesem Vers beginnt für uns Ettaler Mönche der Tag, er eröffnet das nächtliche Gebet der Vigilien, und setzt so die Überschrift über den Tag, der ganz unter dem Vorzeichen des Gotteslobes steht. Dieses „opus Dei“ (Werk Gottes) verstehen wir als unsere erste und wichtigste Aufgabe. Der Gottesdienst, der unseren Tag gliedert und durchdringt, ist freilich nicht nur unsere Privatangelegenheit, sondern ist ein Dienst an der Welt: Durch unser beständiges Beten tragen wir Tag für Tag die Welt mit all ihren Hoffnungen und Ängsten, mit ihren Nöten und ihrem Glück vor Gottes Angesicht.